Erfolgsmodell Vielfalt: Wie Dortmunds Wirtschaft internationale Fachkräfte integriert
Ein Hauch von Internationalität und der Duft von Heimat prägten gestern die Volkshochschule Dortmund. Unter der Federführung der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, kofinanziert durch den europäischen Sozialfonds und das MAGS NRW, und dem Forschungsprojekt SEDIMA fand dort die Veranstaltung „A Taste of Home – Fachkräfte und Vielfalt für Dortmund“ statt. Im Rahmen der bundesweiten INQA-Aktionswochen präsentierten Vertretende aus Wirtschaft und Politik neue Wege gegen den Fachkräftemangel. Das klare Fazit des Events: Diversität ist ein wichtiges Fundament zukunftsfähiger Unternehmenskultur und langfristiger Beschäftigungssicherung.
Der Name der Veranstaltung war Programm: Internationale Fachkräfte des Klinikums Dortmund kochten traditionelle Spezialitäten aus ihren Heimatländern und boten einen kulinarischen Brückenschlag für einen ungezwungenen Austausch und gute Gespräche auf Augenhöhe.
Hintergrund der Veranstaltung war das von der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund koordinierte Projekt SEDIMA: Die Partner – das Klinikum Dortmund, der Malerbetrieb Massmann und der IT-Dienstleister rku.it – zeigten eindrucksvoll, welche akuten Bedarfe sich stellen und wie die Integration ausländischer Beschäftigter in der Praxis gelingt. Die Betriebe machten deutlich, wie Teams über Generationen und Kulturen hinweg voneinander profitieren und Barrieren abbauen können.
Unterstützung erhalten lokale Arbeitgeber direkt von der Stadt Dortmund: Die Fachberatungen MigraDO und das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) helfen gezielt dabei, bürokratische Hürden wie die Anerkennung ausländischer Zeugnisse zu meistern oder Sprachkurse zu finden. Auch die Initiativen NRW integrativ und Ausbildung im Quartier der Wirtschaftsförderung Dortmund bieten Unterstützung für Ratsuchende und Betriebe an. Zudem wurde das staatlich geförderte INQA-Coaching vorgestellt. Es bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis 250 Beschäftigten professionelle Hilfe, um mehr Vielfalt zu etablieren und gleichzeitig die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten.