Online Workshop "Übergangspfade in die Green Economy im Westfälischen Ruhrgebiet" mit der Bertelsmann-Stiftung am 23.03.2026
Die ökologische Transformation verändert den Dortmunder Arbeitsmarkt grundlegend. Die Daten der Bertelsmann-Stiftung zeigen: Der Übergang in eine "grüne" Arbeitswelt ist in unserer Region bereits im Gang. Der Arbeitsmarkt reagiert auf den Klimawandel durch drei Prozesse:
-den Wegfall CO2 -intensiver Jobs
-die Entstehung neuer Berufsbilder
-ökologische Modernisierung bestehender Berufe
Die Auswertung regionaler Stellenanzeigen belegt einen massiven Aufwärtstrend in den Schlüsselbereichen Kreislaufwirtschaft, Umweltschutz und Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit 15-16% Anteil an den Stellenanzeigen ist die Kreislaufwirtschaft der stärkste Sektor. Ein stabiles Wachstum mit einer hohen Relevanz für das Handwerk im Westfälischen Ruhrgebiet hat der Bereich Umweltschutz und erneuerbare Energien. Rund 8 % der Online-Anzeigen kommen aus dem Bereich Umweltschutz und Emissionen. Die Bertelmann- Stiftung hat für unsere Region eine Liste der Top-Berufe aus den Bereichen Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft ermittelt. Besonders hoch ist der Bedarf an Fachkräften, die den physischen Umbau vorantreiben. Dabei wird deutlich, viele vorhandene Qualifikationen sind "anschlussfähig". Der Wechsel von klassischen Industrieberufen in die Green Economy-Berufe ist oft mit gezielter Nachqualifizierung "leicht" machbar.
Top-Berufe in der Kreislaufwirtschaft:
-Kraftfahrzeugtechnik
Bauelektrik
Maschinen-und Betriebstechnik
Elektrische Betriebstechnik
Die Top-Berufe Energieeffizienz:
-Strategie &Organisation
-Technischer Vertrieb
-Bauelektrik
-Softwareentwicklung
Fazit für Dortmund und das Westfälische Ruhrgebiet
Dortmund und das Westfälische Ruhrgebiet profitieren von einer hohen Nachfrage nach technischem Know-how. Die Herausforderung für die Region liegt darin, die Übergänge zu moderieren und Fachkräfte gezielt für die Bedarfe der Kreislaufwirtschaft und Energietechnik fit zu machen.
Die Bertelsmann-Stiftung arbeitet aktuell daran, einen detaillierten Bericht mit vertieften Themen und Analysen für die Übergänge in die Green Economy im Westfälischen Ruhrgebiet zu erstellen. Dieser wird voraussichtlich im August 2026 vorliegen, vor allem regionale Bildungsträger und Arbeitsmarktakteure können zukünftig von den Daten und Analysen profitieren. Auf der Grundlage des Berichts können sie entsprechende Weiterbildung-und und Qualifizierungsangebote für die Menschen und die Unternehmen in der Region konzipieren.