Nachbericht: Führung braucht Austausch
Mit der Veranstaltung „Online-Nachspiel – Erwartungen an Führung: Führung in verschiedenen Lebensphasen“ am 09.06.2026 wurde der Wunsch vieler Teilnehmender aus dem ersten Workshop im März 2026 aufgegriffen: mehr Zeit für Austausch, Diskussion und gegenseitiges Lernen.
Nachdem im ersten Termin deutlich geworden war, wie groß der Gesprächsbedarf rund um moderne Führung ist, haben Competentia WR und die Rheingans GmbH gemeinsam ein zusätzliches Austauschformat geschaffen.
Gemeinsam mit den Referentinnen Marie Homann und Katja Maas sowie mit fachlicher und technischer Unterstützung durch Jana Burdach standen diesmal weniger Vortragsinhalte und stärker die Erfahrungen, Herausforderungen und Fragen der Teilnehmenden im Mittelpunkt.
Diskutiert wurde unter anderem, wie Führung Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützen kann und welche Rahmenbedingungen Mitarbeitende, insbesondere weibliche Fach- und Führungskräfte, benötigen, um langfristig motiviert und wirksam arbeiten zu können. Dabei wurde deutlich, dass gute Führung nicht nur im direkten Miteinander entsteht, sondern auch durch passende Strukturen, klare Rollen und transparente Prozesse.
Ein zentrales Fazit der Veranstaltung war, dass Erwartungen an Führung nicht selbstverständlich ausgesprochen werden. Dafür braucht es Vertrauen, Offenheit und einen geschützten Rahmen für den Austausch. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig regelmäßiges Feedback, klare Verantwortlichkeiten sowie ausreichende Entscheidungs- und Handlungsspielräume für erfolgreiche Zusammenarbeit sind.
Darüber hinaus beschäftigte die Teilnehmenden die Frage: „Wo behindern organisationale Strukturen gute Führung?“ Diskutiert wurden unter anderem starre Prozesse, fehlende Handlungsspielräume und widersprüchliche Erwartungen. Auch das Thema Mikromanagement wurde intensiv besprochen – insbesondere vor dem Hintergrund unterschiedlicher Erwartungen verschiedener Generationen an Führung, Autonomie und Zusammenarbeit. Führungskräfte bewegen sich ständig zwischen den eigenen Ansprüchen, den Erwartungen der Mitarbeitenden und den Anforderungen der Organisation. Allen Erwartungen gleichzeitig gerecht zu werden, ist kaum möglich. Umso wichtiger ist es, die eigene Rolle bewusst zu reflektieren und eine tragfähige Balance zu finden.