Westfalen goes circular: Wie Unternehmen aus der Region die Kreislaufwirtschaft vorantreiben

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ZiPo.NRW
ZiPo.NRW © Unsplash

Starke Projekte aus Westfalen

Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und regionale Wertschöpfung – drei Schlagworte, die in Nordrhein-Westfalen immer stärker mit der Kreislaufwirtschaft verknüpft sind. Dass dieser Ansatz längst keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern in den Betrieben angekommen ist, beweisen die sechs Projekte, die jetzt im Rahmen des Förderaufrufs „Zirkuläre Produktion NRW“ eine Förderung durch die Europäische Union erhalten haben. Sie alle setzen neue Maßstäbe für ressourcenschonendes und effizientes Wirtschaften – und zeigen, wie zirkuläre Ansätze Innovation, Klimaschutz und regionale Stärke verbinden.

Aus Sicht von In|Die RegionWestfalen ist die Förderung ein besonderer Erfolg: Gleich zwei der ausgezeichneten Vorhaben stammen von Unternehmen aus unserer Region – und beide kennen wir bereits aus enger Zusammenarbeit.

 

Rösler Tyre Innovators GmbH & Co. KG 

Die Herstellung von neuen Reifen – insbesondere für Nutzfahrzeuge wie Bagger – ist teuer und ressourcenaufwändig. Daher wird bereits heute das tragende Gerüst alter Reifen, die Karkasse, wiederverwendet und neue Profile aufgebracht. Im Projekt „Runderneuerung EM-Reifen“ werden Robotik-Prototypen entwickelt, um diese körperlich anstrengende Arbeit intelligent und effizienter zu gestalten.

 

MegaBag GmbH 

Zement, Asche, Kalk, Mehl: all diese und weitere Rohstoffe werden bislang in Silos oder Einweg-Plastiksäcken zu ihrem Einsatzort gebracht. Es muss also entweder die nötige Infrastruktur zum Be- und Entladen vorgehalten werden oder es fallen große Mengen Verpackungsmüll an. Hier setzt das Projekt „MegaBag“ an: Entwickelt wird ein langlebiger Mehrwegbehälter mit einem zusammenlegbaren Exoskelett und einer flexiblen Ummantelung sowie ein dazu passendes Mehrwegsystem.

 

Von der Idee zur Umsetzung – mit Unterstützung

Beide Unternehmen haben bereits zuvor erfolgreich einen InnoScheck (heute GreenScheck) genutzt. Dieses Förderinstrument hat sie dabei unterstützt, ihre Ideen weiterzuentwickeln und in die Umsetzung zu bringen. Die jetzige Förderung belegt, wie wirkungsvoll diese gezielte Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen ist, wenn es darum geht, den Weg in eine nachhaltigere Zukunft einzuschlagen.

 

Blick nach vorn

Die aktuelle Förderrunde zeigt: Westfalen kann Kreislaufwirtschaft – und wird dabei sichtbar gehört. Für alle anderen Unternehmen lohnt sich jetzt ein genauer Blick: Mit ZiPo.NRW läuft noch bis zum 15. Dezember 2025 die Möglichkeit, eigene Ideen für zirkuläre Prototypen einzureichen. Ob neue Verpackungslösungen, ressourcenschonende Produktionsverfahren oder innovative Geschäftsmodelle – gefragt sind Projekte, die den Wandel hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft beschleunigen.

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Projekten und sind stolz, dass Westfalen hier gleich doppelt vertreten ist. Der Weg in die zirkuläre Zukunft ist eingeschlagen – und unsere Region geht ihn mutig mit.

Autor*in
Jonathan Nagusch