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30.10.2015

Erfolgreiche Unternehmerinnen in Dortmund

Der beste Weg, genau das beruflich zu tun, was man schon immer wollte, ist: sich selbstständig machen. Männer wagen diesen Schritt weitaus häufiger als Frauen. Auf zwei Chefs kommt eine Chefin. Bei der Veranstaltung „Perspektive Unternehmerin: Frauen wählen selbstständig“ an der Fachhochschule Dortmund berichteten zwei erfolgreiche Unternehmerinnen aus Dortmund, wie sie es gemacht haben: Isabell Reinecke und Dominique Bouwes. Die Mittelstandsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion aus Dortmund, Sabine Poschmann, eröffnete die Veranstaltung. "Das Gründerinnenpotenzial ist in Deutschland bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Weibliche Vorbilder können junge Frauen zur Gründung ermutigen. Daher freue ich mich sehr, dass Isabell Reinecke als "Vorbild-Unternehmerin" und Dominique Bouwes in Dortmund diese Rolle übernehmen."

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Isabell Reinecke wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als Botschafterin und Vorbild-Unternehmerin für Dortmund ausgewählt. Sie wagte 1992 den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die presigno Unternehmenskommunikation im Dortmunder Labor Phoenix. Heute hat sie sechs Mitarbeiter, entwickelt für ihre Kunden Corporate Designs, unterstützt sie bei Pressearbeit bis hin zur digitalen Kommunikation. „Für mich war es damals der beste und einzige Weg, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren“, sagt Isabell Reinecke. Und: Als Führungskraft wollte sie auch Teilzeit arbeiten können. Mittlerweile hat sie drei erwachsene Kinder. Auf ihre Selbstständigkeit war sie gut vorbereitet: Nach ihrem Studium – unter anderem der Publizistik – arbeitete sie zunächst in einem mittelständigen Unternehmen als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, später in einer Werbeagentur. Bereut hat die Vorbildunternehmerin ihren Schritt nie: „Es macht ganz einfach Spaß, sich in der Medienlandschaft professionell zu bewegen und jeden Tag aufs Neue mit Menschen im Dialog zu sein.“

Faszination Mikrotechnik

Auch Dominique Bouwes macht genau das, was sie immer schon fasziniert hat, die Mikrotechnik. 2007 gründete die Ingenieurin der Mikrosystemtechnik mit der iX-factory GmbH den deutschen Ableger der Lionix BV, eines Startups der Universität Twente. Und zwar in Dortmund auf dem Phoenix-West-Gelände. „Die strategisch günstige Lage in der Mitte Deutschlands hat mich an Dortmund gereizt, ebenso wie die tollen Ansiedlungsmöglichkeiten in dieser Stadt“, erzählt sie. Als unabhängiger Dienstleister im Bereich der Mikro- und Nanotechnologie entwickelt iX-factory individuelle Mikrochips aus Glas und Silizium. „Überall sind kleine Chips mit ganz besonderen Fähigkeiten versteckt – etwa in Smartphones, Autos, oder hochsensiblen Messgeräten für die Medizin. Hier immer wieder innovative Ansätze zu finden, das reizt mich“, erzählt sie. Und das eigene Unternehmen macht es möglich. „Weit über die Technologie hinaus kann ich alle Bereiche des Unternehmens von den Finanzen über den Vertrieb, die Strategie bis hin zum Qualitätsmanagement nach meinen Vorstellungen gestalten und mich selbst verwirklichen.“

Großes Unterstützungsnetzwerk in Dortmund

Nicht nur Isabell Reinecke und Dominique Bouwes machten den Teilnehmerinnen Mut, den Weg in die Selbstständigkeit zu beschreiten. Fünf Thementische luden zum Austausch ein über die in Dortmund vorhandenen Angebote der Wirtschaftsförderung für Gründungsinteressierte: Das GründerinnenZentrumNordstadt und der Gründungswettbewerb start2grow gehören ebenso wie das STARTERCENTER.NRW dazu. Weiterhin zeigte die Fachhochschule Dortmund das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Start-up mit E-Books“ als Gründungsidee. Weitere Thementische beschäftigten sich mit der Unternehmensfinanzierung und Netzwerken. Die Thementische zeigten es: In Dortmund gibt es ein großes Netzwerk an engagierten Unternehmen und Förderern, die gründungswillige Frauen unterstützen.

Ihre Ansprechpartner:

Robert Litschke
Pressesprecher

T: 0231/50 2 92 00
F: 0231/50 2 37 17
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