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15.03.2016

Kommunale Arbeitsmarktstrategie soll bis ins Jahr 2020 fortgeführt werden

Die im Jahr 2010 aufgesetzte Kommunale Arbeitsmarktstrategie (KAS) soll bis zum Jahr 2020 weitergeführt werden. Dafür sprach sich der Verwaltungsvorstand in seiner heutigen Sitzung aus. Die Ausgangssituation für Dortmund bei Start der KAS im Jahre 2010 war eine Arbeitslosenquote von 13,3 Prozent, die sich auf einen Wert von 12,8 Prozent im Jahr 2014 und im Jahr 2015 auf 12,5 Prozent absenkte. Im Dezember 2015 hatte die Arbeitslosenquote mit 11,8 Prozent sogar den geringsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Oberbürgermeister Ullrich Sierau: „Damit sind wir aber längst noch nicht am Ziel. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und das Erreichen einer Quote unter 10 Prozent gehören in den nächsten Jahren zu den wichtigsten Aufgaben in der Stadt.“

Die KAS ist eine Verantwortungsgemeinschaft der verschiedenen Akteure am Arbeitsmarkt wie Stadtverwaltung, Jobcenter und Bundesagentur für Arbeit. Die Steuerungsrunde der KAS2020 besteht aus der Wirtschaftsförderung, dem Sozialdezernat sowie dem Dezernat für Schule, Jugend und Familie. Mit der KAS2020 wird ein ganzheitlicher Ansatz umgesetzt, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden und zu verringern, beginnend mit der frühkindlichen Bildung über spezielle Maßnahmen für Schüler und Jugendliche bis hin zu Arbeitsmarktprojekten für Arbeitslose. Die KAS2020 wird auf vier Themenfelder ausgerichtet. Diese sind: Bildung und Erziehung, Initiative U25, Initiative „Arbeit in Dortmund“ sowie Integrationsarbeitsmarkt.

Der Baustein „Bildung und Erziehung“ zielt darauf ab, den Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt zu verbessern. In den nächsten fünf Jahren sollen mehr Betriebe für die duale Ausbildung gewonnen werden. Ferner soll das Durchschnittsalter der Jugendlichen bei Ausbildungsstart (aktuell über 20 Jahre) reduziert werden. In Dortmund liegt die Jugendarbeitslosigkeit unter 25 Jahren deutlich über dem Landesdurchschnitt. Unter der Federführung der Wirtschaftsförderung soll ein Dortmunder Modell „Arbeit und Wirtschaft“ entstehen, in dem neue Arbeit in Unternehmen am Standort Dortmund für die Zielgruppe der unter 25-jährigen erschlossen werden soll. Unter der Federführung des Jobcenters werden bei der „Initiative Arbeit in Dortmund“ die Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber zusammengestellt, um sie davon zu überzeugen, motivierten Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben. Ein wichtiger Baustein der Kommunalen Arbeitsmarktstrategie 2020 ist die Arbeit für die Entstehung eines Integrationsarbeitsmarktes, der durch einen kommunalen Arbeitsmarktfonds des Bundes finanziert werden muss. Unter der Federführung der Stadt Dortmund wurde der Bundesregierung ein Positionspapier mehrerer deutscher Großstädte „Neue Wege aus der Langzeitarbeitslosigkeit“ vorgelegt, das die Kernforderung nach einem kommunalen Arbeitsmarktfonds umfasst. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles signalisierte bei der zweiten Dortmunder Arbeitsmarktkonferenz im Februar 2016 ihre Kooperationsbereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Ihre Ansprechpartner:

Robert Litschke
Pressesprecher

T: 0231/50 2 92 00
F: 0231/50 2 37 17
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