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05.02.2016

Beste Chancen für den Hotelmarkt

Unternehmerinnen trafen sich im Hotel Esplanade, einem der ersten Häuser am Platz. Es steht für das dynamische Wachstum des Hotelmarktes, dessen Nachfrage längst das vorhandene Angebot übersteigt. Denn viele neue Attraktionen und viele neue Firmen und Forschungsinstitute locken Touristen, Geschäftsleute und Wissenschaftler in die Stadt.

Wenn sich Dortmunder Unternehmerinnen zum Frühstück treffen, geht es um mehr als nur Kaffee, Brötchen und Croissants. Das Mehr bestimmen vor allem der Ort des Treffens und die Gastgeberin. Die vier Unternehmerinnenfrühstücke im Jahr, bei denen die Frauen ihr Netzwerk erweitern, Erfahrungen austauschen und sich informieren, finden an unterschiedlichen Orten statt. Besondere Highlights sind dabei die Frühstücke, die in von Frauen geführten Unternehmen durch die Chefinnen selbst organisiert werden. Diesmal lud Katja Kortmann an ihren Arbeitsplatz, in das von ihrer Familie geführte Hotel Esplanade in der Dortmunder City. Die 31-Jährige ist stellvertretende Hoteldirektorin in einer Branche, die in Dortmund seit einem Jahrzehnt dynamisch wächst. 40 Unternehmerinnen waren gekommen und nach dem Rundgang beeindruckt von dem liebevoll und charmant arrangierten Wohlfühl-Ambiente in warmen Farben. Das 4 Sterne Hotel liegt unweit von Konzerthaus, Theater, Museen und der Shopping-Meile und ist seit 2007 ein Vollhotel: 83 Zimmer für unterschiedliche Ansprüche finden sich hier, vier Tagungsräume, Wellnessbereich, Bistro und ein Innenhof mit mediterranem Flair.

Selbstbewusste Nachfolgerin

Hauptthema des heutigen Unternehmerinnen-Frühstücks war denn auch die Unternehmensnachfolge durch eine Frau. Gemeinsam mit ihrem Vater Karl-Ulrich Kortmann führt die Tochter das Hotel. Der Vater hatte es mit seinem Bruder aus dem Möbelhaus der Familie entwickelt. „Es war nicht ganz so einfach, sich durchzusetzen, sich Anerkennung und Respekt zu verschaffen vor allem bei den Angestellten, die mich schon lange kennen“, erzählt Katja Kortmann in ihrem Vortrag. Zumal häufiger Söhne ihren Vätern nachfolgen als Töchter. „Von Lieferanten und Mitarbeitern, die damit nicht klar kamen, habe ich mich getrennt oder sie sind freiwillig gegangen“, erklärt sie. Schließlich hat sie viel Erfahrung in diesem Metier und erstklassige Qualifikationen: Studium der BWL, Bachelor of Arts von der University of Sunderland, einen Master of Hospitality and Tourism von der James Cook University in Brisbane/Australien. Zur Nachfolge gedrängt hätten die Eltern sie nicht. Den Einstieg in den elterlichen Betrieb nach der Rückkehr aus Australien hat sie denn auch bewusst klein gewählt: arbeitete je sechs Monate als Zimmermädchen, dann an der Rezeption und zuletzt im Bistro.

Überdurchschnittliches Wachstum

„Gerade individuelle Hotels wie das der Kortmanns haben Potenzial in Dortmund. Die Stadt braucht kurz- und mittelfristig weitere Häuser dieser Art und auch in anderen Preissegmenten“, sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, die mit ihrem Team Frau.Innovation. Wirtschaft Veranstalter des Frühstücks ist. Eine von der Wirtschaftsförderung und DORTMUNDtourismus initiierte Hotelmarkt-Studie der dwif-Consulting GmbH hat sehr deutlich gezeigt: Dortmund benötigt im Jahr zusätzlich 140 bis 170 Hotelzimmer. Denn die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren stärker gewachsen als das vorhandene Angebot. Bereits vor zwei Jahren hatten die Hotel-Übernachtungen in Dortmund erstmals die Millionenschwelle überschritten. Damit hat sich ihre Anzahl innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Über ein Drittel entfällt dabei auf Touristen. Gleich blieb das Niveau bei Geschäftsreisenden. Neue Attraktionen wie etwa das Deutsche Fußballmuseum am Bahnhof, das im Oktober 2015 eröffnete, oder viele neue Firmenansiedlungen dürften weitere Reisende in die Stadt locken. Derzeit bietet Dortmund über 7.000 Betten; gut 5.200 Menschen beschäftigt der Markt auf Steuerkarte. Tendenz steigend. Thomas Westphal: „Der Hotelmarkt in Dortmund wächst weiter überdurchschnittlich und hat sich längst zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor gemausert.“

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Robert Litschke
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