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21.01.2016

Erster Dortmunder Stiftungstag

Stiftungen fördern den gesellschaftlichen Wandel und sichern die Zukunft der Stadt

Noch nie gab es so viele Stiftungen in Deutschland wie heute. Allein zwei Drittel der heute 21.000 Stiftungen sind in den vergangenen 15 Jahren gegründet worden. Auch in Dortmund hat das Stiftungswesen seitdem an Bedeutung gewonnen: Die Wirtschaftsförderung hat in Dortmund mehr als 150 Stiftungen ermittelt. Renommierte Beispiele sind die Wilo-Foundation, die Schüchtermann-Schiller’sche Familienstiftung, die Dortmund-Stiftung, die Stiftung Soziale Stadt oder die Stiftung Deutsches Fußballmuseum. „Sie erfüllen wichtige gesellschaftliche Aufgaben in den Bereichen Jugend, Bildung, Sport, Wissenschaft, Gesundheit, Soziales, Umweltschutz, Kunst und Kultur, geben Impulse für die Entwicklung der Stadt Dortmund und für die Region. Sie stiften sozusagen viele Dinge an“, erklärt Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund.

Eine starke Stiftergemeinschaft

Häufig wissen die einzelnen Stiftungsvertreter jedoch – trotz räumlicher Nähe – nur wenig über die Aktivitäten benachbarter Stiftungen. Und in der Öffentlichkeit ist ihr Wirken oftmals noch weniger bekannt. Beim 1. Dortmunder Stiftungstag der Stadt Dortmund - unterstützt von Wilo-Foundation, Sparkasse Dortmund und Dortmund-Stiftung, treffen sich Dortmunder Stiftungen und Förderer. Einige Geförderte stellen ihre Förderprojekte vor und berichten über die Zusammenarbeit und die Erfahrungen. „Wir wollen die Kommunikation zwischen den Stiftungen stärken, ihre Initiativen und Projekte bekannter machen und Interessenten für den Stiftungsgedanken und letztlich für das so wichtige bürgerschaftliche Engagement gewinnen“, sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Dortmunder Wirtschaftsförderung. „Anstiften!“ heißt denn auch das Motto des neuen Veranstaltungsformats, das in benachbarten Großstädten bereits viel bewegt hat. Das große Ziel: eine starke Stiftergemeinschaft in Dortmund.

Aktiv für Wissenschaft, Soziales, Kultur und Sport

Denn die Vorteile von Stiftungen liegen auf der Hand. „Sie sind Institutionen von großer Autonomie, unabhängig von Markterwartungen und Wahlerfolg; können sich daher auch langfristigen Zielen widmen, weil sie nicht am schnellen Erfolg gemessen werden“, erklärt Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Vorsitzender des Vorstandes der Wilo-Foundation und bis vor drei Jahren noch Präsident der Fraunhofer Gesellschaft. Die Familienstiftung, die mehrheitlich die Anteile am Dortmunder Pumpenspezialisten WILO SE hält, unterstützt etwa Förderprojekte in den Bereichen Wissenschaft, Bildung & Soziales, Kultur und Sport. So fördert sie pro Jahr etwa 100 Deutschlandstipendien (davon 60 in Dortmund) für begabte Studierende, ist langjähriger Förderer des Konzerthaus Dortmund (Reihe konzertante Oper) und seit Jahren Förderer des erfolgreichen Teams Deutschland-Achter und nachwachsender Rudertalente, die in Dortmund trainieren. Auch die Dortmund-Stiftung, eine anerkannte gemeinnützige Bürgerstiftung mit vielen engagierten Dortmundern, setzt sich für Wissenschaft und Forschung ein und fördert zudem junge Leute, indem sie Sprachkurse für Jugendliche mit Migrationshintergrund unterstützt oder die KinderUni. „Mit unserem Engagement wollen wir die Zukunftschancen des Standorts Dortmund stärken und den gesellschaftlichen Wandel mit vorantreiben“, erklärt ihr Vorsitzender Dr. Manfred Scholle.

„Stiftungen sind so individuell wie die Zwecke, die mit ihrer Hilfe verwirklicht werden sollen“, sagt einer, der es wissen muss. Norbert Wolf ist Vorstandsvorsitzender der 2014 gegründeten Stiftung 'Stiftergemeinschaft der Sparkasse Dortmund', die Dortmunder Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform für die Umsetzung ihrer persönlichen Stiftungsidee zur Verfügung stellt.

Circa 95 Prozent aller Stiftungen sind gemeinnützig, 29 Prozent davon verfolgen soziale Zwecke, 15 Prozent engagieren sich in Bildungsprojekten sowie für Kunst und Kultur. 50.000 Euro sind als Grundkapital ausreichend, um eine eigene Stiftung zu gründen. Insgesamt verwalten die 21.000 Stiftungen in Deutschland ein Vermögen von 100 Mrd. Euro. Und jedes Jahr kommen 700 neue Stiftungen hinzu.

Darüber hinaus sind noch zahlreiche überregionale Stiftungen mit ihren Projekten in Dortmund aktiv wie die Mercator-Stiftung, die Rudolf Chaudoire Stiftung – beide im Bereich Wissenschaft – wie auch viele gemeinwohlorientierte Institutionen, Vereine oder Initiativen.

Auf dem Programm des 1. Dortmunder Stiftungstages in der Bürgerhalle des Rathauses stehen spannende Vorträge, eine hoch karätig besetzte Diskussionsrunde mit Vertretern bekannter Stiftungen sowie vier parallele Foren zu den Bereichen Wissenschaft, Jugend – Bildung – Soziales und zum Themenkomplex Kultur & Sport. Geförderte und ihre Paten gewähren hier Einblicke in ihre Projekte und die Kriterien für ihre Auswahl. Tanja Frommert von der S-PrivatBanking Dortmund GmbH informiert mit ihrem Team über rechtliche Fragen und Anlagestrategien rund um das Thema Stiftungen. Oberbürgermeister Sierau überreicht den mit 1500 Euro dotierten Förderpreis an die Elisabeth Grümer Hospiz-Stiftung. Die Fördersumme stammt von der Wilo-Foundation, der Sparkasse und der Wirtschaftsförderung. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 160 Teilnehmern von Dortmunder und regionalen Stiftungen, Dienstleistern aus dem Stiftungswesen, Vertretern geförderter Institutionen oder Projekte sowie Multiplikatoren aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Ihre Ansprechpartner:

Robert Litschke
Pressesprecher

T: 0231/50 2 92 00
F: 0231/50 2 37 17
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