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02.12.2015

Großes Wissenschaftsfinale in Dortmund

Deutsche Meisterschaft im Science Slam 2015

Dortmunder lieben es, Forschung hautnah zu erleben. Seit 14 Jahren touren sie durch Hochschulen und Institute ihrer Stadt – einem der größten Wissenschaftsstandorte Deutschlands. Am 5. Dezember küren sie den deutschen Master of Science Slam im Dortmunder Konzerthaus.

Wissenschaft mal anders: Charmant, launig und in knackigen zehn Minuten zeigen acht junge Forscherinnen und Forscher am Samstag, 5. Dezember ab 20.15 Uhr – was sie drauf haben. Und zwar fernab der Hochschule. Im Herzen von Dortmund, auf der herrlichen Bühne des Konzerthauses vor 1200 Zuschauern treten die acht um die Krone der Deutschen Meisterschaft 2015 im Science Slam an. Sie sind die besten Slammer, die sich in den jeweils vier regionalen Vorentscheiden durchsetzen konnten. Im Finale werden sie noch einmal alles geben. Und das ist gar nicht einfach. Eigene hoch komplexe Forschung aus Physik, Geschichte, Kybernetik, Medizin oder Mathematik auf eine kurze, unterhaltsame Performance – alle Hilfsmittel sind erlaubt – herunter zu brechen, das muss man können. Schließlich sitzen im Publikum Schüler, Studenten, Berufstätige und Rentner – wissenschaftliche Laien, die eines Besseren belehrt werden wollen, aber keine Lust auf Langeweile haben. Manche schaffen es sogar von der Bühne zur Bestseller Autorin. So z.B. auch Giulia Enders. Sie hatte den „Darm mit Charme“ so kurzweilig präsentiert, dass der Vortrag erst zum Buch und dann zum Bestseller wurde.

Wissenschaftliches Schwergewicht Dortmund
Diesmal versammelt sich die Science Slam-Gemeinde in Dortmund. Nicht ohne Grund: In der Westfalenmetropole studieren immerhin 50.000 Studenten an sechs Hochschulen. Und wissenschaftlich gearbeitet wird an 19 zusätzlichen Forscherstätten. Viele Absolventen sind gefragte Fachkräfte gerade in aufstrebenden Branchen wie der Logistik, dem Maschinenbau, der Biotechnologie oder in IT-Unternehmen. Unterstützt von der Wirtschaftsförderung Dortmund haben sich in den Technologiestandorten der Stadt, auch auf ehemaligen Werksgeländen der Stahlindustrie, viele innovative Firmen angesiedelt – vielfach Ausgründungen aus den lokalen Hochschulen. „Auf der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft engagieren wir uns in Dortmund und schaffen mit der richtigen Infrastruktur – in Dortmund gibt es derzeit zum Beispiel zehn Kompetenzzentren für Gründer - ideale Rahmenbedingungen für gründungswillige Nachwuchswissenschaftler “, sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. Als Wissenschaftsstandort ist Dortmund, die größte Stadt im Ruhrgebiet, also längst ein Schwergewicht. Und dass sie Wissenschaft kann, beweist das Abschneiden beim aktuellen QS-Ranking „Top 50 Under 50“. Platz fünf schaffte die größte Hochschule am Ort, die TU Dortmund, im nationalen Vergleich. International reichte es immerhin zu einem Platz zwischen 70 und 80. Das renommierte Hochschulranking des Unternehmens Quacquarelli Symonds bewertet Universitäten, die jünger als 50 Jahre alt. Gerankt wird auf Basis von Reputationsbefragen unter Akademikerinnen und Akademikern.

Regelmäßige Forschertour
Und die Dortmunder mögen es Wissenschaft live und hautnah zu erleben: Seit 14 Jahren gehen sie gemeinsam mit Gästen aus der Metropole Ruhr und des gesamten Landes Nordrhein-Westfalens an einem Tag im Jahr auf Forschertour – beim Dortmunder Wissenschaftstag. Direkt vor Ort in den Hochschulen, wissenschaftlichen Instituten, Kultureinrichtungen und Unternehmen der Stadt sowie der näheren Umgebung stellen Forscher ihnen ihre Ideen und Projekte vor. Beim letzten Tourtag am 17. November 2015 waren es zehn Wissenschaftsexkursionen mit knapp 350 Gästen.

Dortmunder Veranstaltungsagentur LUUPS organisiert das Spektakel
Auch Science Slams in Dortmund sind immer ausverkauft. Die Stadt hat sich unter den wissenschaftlichen Slammern zu einer Art Hochburg entwickelt. Schließlich liegt die Organisation der Deutschen Meisterschaft in den Händen der Veranstaltungsagentur LUUPS, ein Arm des LUUPS Verlags aus Dortmund. Dessen besondere Gutscheinbücher haben nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich eine große Fan-Gemeinde. Seit fünf Jahren veranstaltet die Dortmunder Agentur, mittlerweile in 20 Städten, Science Slams. 2006 hatte ein gewisser Alexander Dreppec aus Darmstadt die kleine Schwester des Poetry Slam aus der Taufe gehoben, seit 2009 gibt es regelmäßige Turniere in ganz Deutschland. Wie beim Poetry Slam geht es darum, sich die Gunst des Publikums zu sichern, dessen Applaus am Ende den besten Vortrag kürt. Die Moderation hat im Übrigen einer der bekanntesten deutschen Poetry Slammer und Prix Pantheon-Gewinner: Sebastian 23.
Tickets (ab 14 €) für diese Veranstaltung sind über den Ticketshop des Konzerthauses Dortmund erhältlich (www.konzerthaus-dortmund.de). Einen Mitschnitt der Veranstaltung wird es auch im WDR5 Radio sowie in der ARD Mediathek geben.

Weitere Informationen unter www.science-slam.com

Ihre Ansprechpartner:

Robert Litschke
Pressesprecher

T: 0231/50 2 92 00
F: 0231/50 2 37 17
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