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24.11.2015

Studie bestätigt erneut Erfolgskonzept

Wie sehr profitieren regionale Lieferanten und Dienstleister von den Unternehmen im TechnologieParkDortmund? Mit welchen Branchen arbeiten die Technologieunternehmen zusammen und wie hoch ist die Wertschöpfung vor Ort? Wie wirken sich die Konsumausgaben der Mitarbeiter auf die regionale Wirtschaft aus? Kurz - welche Impulse gehen von den Wachstumsunternehmen im TechnologieZentrumDortmund und im TechnologieParkDortmund auf die Region und das gesamte Bundesgebiet aus?

Um die regionalwirtschaftlichen Effekte mit fundierten gesicherten Erkenntnissen belegen zu können, hat das TechnologieZentrumDortmund eine Neuauflage der Studie aus 2008 durch das Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster, der Universität Münster, erstellen lassen. Die Ergebnisse wurden dem Verwaltungsvorstand auf seiner gestrigen Sitzung vorgestellt, der die Erfolgsgeschichte erfreut zur Kenntnis genommen hat.

Positive Beschäftigungseffekte in der Region entstehen zum einen durch zusätzliche Nachfrage der Unternehmen aus dem TechnologieZentrumDortmund / TechnologieparkDortmund und zum anderen durch die Konsumgüternachfrage der Beschäftigten in diesen Unternehmen. In die Untersuchung wurden 346 (Im Jahr 2008: 267) Unternehmen mit insgesamt über 10.150 (8200) Beschäftigten einbezogen.

Die größte Wirkung auf die Region geht von der Nachfrage der Unternehmen bei Lieferanten und Dienstleistern aus. Im Jahr 2013 (2006) haben die Betriebe im TechnologieParkDortmund über 700 (390) Mio. Euro für Investitionsgüter, Verbrauchsgüter und Dienstleistungen ausgegeben. Von diesen Umsätzen hängen bei den Lieferanten und Dienstleistern über 9100 (5400) Arbeitsplätze - davon über 2500 (1700) in der Region Dortmund - ab.

Ein weiterer wichtiger Effekt geht von den über 10 150 (8200) Mitarbeitern aus, die direkt bei den ansässigen Unternehmen angestellt sind. Davon haben 6600 Beschäftigte einen akademischen Abschluss, dies entspricht einem prozentualen Anteil von 65,5 % (71,6 %). Das Einkommen dieser Beschäftigten - über 400 Mio. Euro im Jahr 2013 (260 Mio. Euro /2006) - sorgt für eine zusätzliche Nachfrage nach Konsumgütern, von der vor allem lokale Anbieter profitieren. Alleine von den Konsumausgaben der Mitarbeiter hängen in der Region über 1400 Arbeitsplätze ab. Ein Großteil der Konsumausgaben entfällt auf die Anbieter von Wohnungen und Grundstücken sowie auf den Einzelhandel.

Insgesamt hängen damit über 12.800 (7800) Beschäftigte indirekt von den Betrieben im TechnologieParkDortmund und den dort angestellten Mitarbeitern ab. Daraus folgt, dass von jedem einzelnem der über 10.150 (8200) Beschäftigten im TechnologieParkDortmund rechnerisch 1,26 (0,95) weitere Arbeitsplätze im gesamten Bundesgebiet abhängig sind. Damit sind direkt und indirekt über 23.000 (16.000) Arbeitsplätze insgesamt und mehr als 14.100 (knapp 11.500) in der Region mit dem Erfolg der 346 Technologieunternehmen verknüpft.

Die Unternehmens- und Beschäftigungsentwicklung zahlt sich auch direkt für die Gebietskörperschaften aus. Durch die wirtschaftlichen Aktivitäten des TechnologieParks fließen über 39 Millionen Euro (20 Mio. Euro) Steuereinnahmen pro Jahr in die Kassen der Kommunen in der Untersuchungsregion.

„Die gesamte Entwicklung bestätigt damit eindrucksvoll, dass sich die ,Instrumente’ TechnologieZentrumDortmund und Sondervermögen Verpachtung TechnologieZentrum bewährt haben. Die kommunalen, regionalen und gesamtwirtschaftlichen Effekte übersteigen die Investitionskosten deutlich und rechtfertigen die Zuschüsse für das Sondervermögen TechnologieZentrum bei weitem", so Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund.

Als Folge der positiven regionalökonomischen Effekte wird der Humankapitalbestand in unserer Region weiter zunehmen und letztlich zu einem höheren Innovationspotential führen. Dies wiederum führt zu zunehmender Attraktivität für weitere Unternehmensgründungen oder –verlagerungen und damit hin zu Wachstum zu einem innovativen technologieintensiven Standort.

Die Studienergebnisse bestätigen das Konzept TechnologieZentrumDortmund/ TechnologieParkDortmund und die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Daher auch mein Appell an die Landes- und Bundesregierung, an der Infrastrukturförderung festzuhalten, nicht von dieser Form der Förderung abzuweichen, sondern diese noch weiter auszubauen“ so Guido Baranowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der TechnologieZentrumDortmund GmbH.

In einem zusätzlichen Modul wurde die Betrachtung ausgeweitet auf die Gesamtheit der sieben Technologie- und Gründerzentren im östlichen Ruhrgebiet, die sich in einer Arbeitsgemeinschaft TECH5plus zusammengeschlossen haben. Die Arbeitsgemeinschaft dient dem Erfahrungsaustausch und der Durchführung gemeinsamer Projekte zur Förderung der Gründerszene in unserer Region.

Neben den solitären Dortmunder Effekten liefert die Studie zu den regionalwirtschaftlichen Effekten der gesamten TECH5plus Technologie- und Gründerzentren ebenfalls beeindruckende Ergebnisse und zugleich ein erfreuliches Indiz einer gut funktionierenden Kooperation auf regionaler Ebene.

Hinweis: Ergebnisse Studie 2008 in Klammern

Ihre Ansprechpartner:

Robert Litschke
Pressesprecher

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