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18.05.2015

Besuch in der Autostadt Wolfsburg

Eine dreizehnköpfige Delegation mit Oberbürgermeister
Ullrich Sierau und Thomas Westphal, Geschäftsführer der
Wirtschaftsförderung Dortmund, hat vergangenen Samstag den
Automotive-Standort Wolfsburg besucht. Neben Dortmunder
Unternehmen waren die Technische Universität Dortmund, die
Fachhochschule Dortmund und spezialisierte Forschungsinstitute Gast in
der Autostadt. Die Teilnehmer setzten ihre Wirtschaftsgespräche fort, die
im April des vergangenen Jahres in Dortmund begonnen hatten.

Der Wolfsburger Oberbürgermeister, Klaus Mohrs, empfing die Dortmunder
Delegation im Rathaus. Von Wolfsburger Seite kamen Vertreter des großen
Autobauers Volkswagen sowie der Wolfsburg AG zu dem Treffen. Die Reise
diente dem Ziel, die Wirtschaftskooperationen zwischen den Automotive-
Standorten auszubauen. Oberbürgermeister Ullrich Sierau erklärte: „Die
Wirtschaftsgespräche hier in der Autostadt Wolfsburg drehen sich um Themen, die für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Dortmund relevant sind. Dortmund ist ein zentraler Standort für innovative Automotive-Produkte, die von Dortmunder Unternehmen entwickelt und der Automobilindustrie zugeliefert werden.“ Die Wolfsburger Experten hielten kurze Vorträge zu mehreren Themen, die anschließend in kleineren Foren vertieft wurden. Auf Wunsch der Dortmunder Akteure standen technologische Fragestellungen im Mittelpunkt. Die Experten diskutierten über aktuelle Entwicklungen und Trends zu Fachgebieten wie der sparsamen und effizienten Produktion, dem sogenannten Lean Management. Das Forum über alternative Antriebe und Elektromobilität fand ebenso großes Interesse wie die Runde zum Thema Leichtbau, Werkstoffe und Verbindungstechnik. Ein Expertenkreis beschäftigte sich mit dem Fahrzeug, das stets mit dem Internet verbunden ist, dem "connective car".

Die strategische Ausrichtung der Wirtschaftsstandorte Dortmund und
Wolfsburg stand ebenfalls als Thema auf der Agenda. Thomas Westphal stellte in einem Vergleich fest: „Dortmund ist ein heimlicher Star auf der Landkarte der Automobilbranche in Deutschland. Bei uns werden keine Autos gebaut, aber strategische Komponenten und neue Technologien kommen aus Dortmund. Das reicht von der Werkstoffentwicklung über die Tanktechnologie des Testlabors bis zur Gestenerkennung in der Navigation der Autos.“ Den fachlichen Einstieg in das Thema gestaltete Stephan Böddeker, Leiter des Bereichs Automobilwirtschaft und Automobilforschung bei der Wolfsburg AG, mit seinem Impulsreferat „Lieferantenansiedlung und Standortentwicklung“. "Durch die erfolgreiche Ansiedlung von Zulieferfirmen rund um das Volkswagen-Werk sind seit 1999 bis zu 6.000 Arbeitsplätze in 170 neuen Unternehmen entstanden. Tatsächlich gab es vor 1999 weniger Zulieferfirmen rund um das Volkswagen-Werk als bei anderen Autowerken. Unser Konzept "Autovision" sah die gezielte Ansiedlung von Zulieferfirmen rund um das Volkswagen-Werk vor." Die Wolfsburg AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG und fördert die Wirtschaftsregion Wolfsburg. Die Wolfsburg AG hat sich mit ihrem strategischen Standortkonzept Autovision etwa zur gleichen Zeit auf den Weg gemacht wie das dortmundproject, das im Jahr 2000 in Dortmund startete. Die Wachstumsinitiative Heimvorteil der Wirtschaftsförderung setzt die Technologie- und Dienstleistungsorientierung des dortmund-project fort.

Sowohl die Dortmunder als auch die Wolfsburger Vertreter waren mit den
Gesprächen sehr zufrieden. Im Anschluss besuchten die Teilnehmer die
Bundesliga-Partie von VfL Wolfsburg gegen Borussia Dortmund. Die
Dortmunder konnten dabei leider nicht den letzten Auswärtssieg von Borussia
Dortmund unter der Leitung von Trainer Jürgen Klopp erleben, umso größer
war die Freude auf Wolfsburger Seite.

Die folgenden Dortmunder Unternehmen und Institutionen haben mit
Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Autostadt besucht: Adesso AG, Alps
Electric Europe GmbH, Autoform Engineering Deutschland GmbH, Continental Automotive GmbH, EMC Test NRW GmbH, Fachhochschule Dortmund, Fraunhofer Institut Werkstoff- u. Strahltechnik, Institut für Werkstoffprüftechnik, SGS Institut Fresenius GmbH, Technische Universität/Institut für Umformtechnik und Leichtbau, Wirtschaftsförderung Dortmund.

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