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19.10.2017

Region ist bei Chancengleichheit Spitze in NRW

Personen v.l.n.r.: Stephan Tocholski, Prokurist der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung aG; Christoph Schulte, Abteilungsleiter Personalentwicklung und Organisation der DEW21; Ursula Bobitka, Wirtschaftsförderung Dortmund, Projektleiterin Competentia NRW; Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund; Joachim Beyer, Geschäftsbereichsleiter Arbeit und Qualifizierung bei der Wirtschaftsförderung Dortmund; Tanja Vogel, Employee Relations bei MAXIMAGO; Inga Böker, Büroleiterin bei Schamp&Schmalöer Architektur und Städtbau

Dortmund. Immer mehr Dortmunder Unternehmen engagieren sich für Chancengleichheit und Vielfalt im Beruf. Sichtbarstes Zeichen: das Prädikat Total E-Quality. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgungs GmbH, die MAXIMAGO GmbH, SCHAMP & SCHMALÖER Architekten Stadtplaner PartGmbB, die VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung aG erhalten die Auszeichnung in diesem Jahr am 27.10.2017 in Gelsenkirchen. Die VIVAI Software AG sowie die Stadt Dortmund konnten zudem das Zusatzprädikat für Diversity erwerben. Die vier „neuen“ Prädikatsträger trafen sich vorab bei der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung aG mit Vertretern der Wirtschaftsförderung zum Pressegespräch.

Dortmunder Firmen haben erkannt: das Prädikat macht sie als Arbeitsgeber attraktiv. Schließlich verleiht der Total E-Quality Deutschland e.V. es nur an Firmen, die Gleichstellung von Frauen und Männern tatsächlich vorbildlich in ihrer Personal- und Organisationspolitik umsetzen. Dabei geht es um die gezielte Qualifizierung und Ausbildung von Frauen in technischen Berufen, Gleitzeit, Zeitkonten, Homeoffice, betriebliche Kinder- und Notfallbetreuung oder ihre Unterstützung in Vorstand und Aufsichtsrat.

"Gerade im Kampf um beste Köpfe ist das Prädikat ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, es motiviert, bindet Mitarbeiter*innen und erleichtert die Ansprache und die Gewinnung neuer", sagt Joachim Beyer, Bereichsleiter für Arbeit und Qualifizierung bei der Wirtschaftsförderung Dortmund. "Dortmund belegt seit Jahren den Spitzenplatz an Prädikatsträgern in NRW. Noch vor Düsseldorf, das ist ein deutlicher Ausweis."

Der Spitzenplatz in NRW ist auch ein Resultat der Kampagne „Total E-Quality in der Metropole Ruhr“: Seit 2013 beraten und unterstützen das Kompetenzzentrum Frau & Beruf, Frau.Innovation.Wirtschaft, das Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V. (dffw) und das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund Unternehmen bei der Bewerbung für das Prädikat. „Die Kampagne ist eine Auszeichnung mit Strahlkraft für Unternehmen, die sich mit dem Thema Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit erfolgreich auseinanderzusetzen“, berichtet Dr. Monika Goldmann vom dffw. Weitere Unternehmen arbeiteten bereits daran, sich im nächsten Jahr zu bewerben.

Das größte Lob gebührt jedoch den neuen Prädikatsträgern selbst. Ihre Personalleiter erläutern, warum sie sich systematisch für Chancengleichheit engagieren:

  • VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung aG, Stephan Tocholski
    Neben unseren flexiblen Arbeitszeitmodellen und der eigenen Kita haben wir viele Angebote, die helfen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Männern sowie Frauen ermöglichen wir damit gleichberechtigt, Familie zu leben und zugleich ihren Beruf auszuüben. Mit der Bewerbung um das Total E-Quality-Prädikat möchten wir die Chancengleichheit von Frauen und Männern in den VOLKSWOHL BUND-Unternehmen weiter verbessern. Die Prüfung und Beratung durch externe Experten sowie die Vernetzung mit anderen Unternehmen machen die Teilnahme für uns doppelt wertvoll.
  • Schamp & Schmalöer, Susanne Schamp
    Was uns wichtig ist: Das Sichtbarmachen unseres Ansatzes, das Wissen um die Kompetenzen von Frauen und der Einsatz weiblicher Führungskräfte in der immer noch männlich dominierten Baubranche ist eine Grundlage unseres Erfolgs seit 25 Jahren. Chancengleichheit durchzusetzen bedeutet ein ständiges Engagement in diesem Bereich und ebenso eine ständige Motivation der Mitarbeiter/innen.
  • DEW 21, Christoph Schulte
    Als Wirtschaftsunternehmen ist es für uns wichtig, unsere Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter/-innen zu sichern und auszubauen. Das Prädikat bestätigt, dass wir uns für die Chancengleichheit von Frauen und Männern engagieren; Fordert dabei gleichzeitig ein, dass wir uns nicht auf bestehende Maßnahmen ausruhen, sondern Neues entwickeln. Für uns birgt es die Chance, sich im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu profilieren und auch eine Signalwirkung nach Innen zu streuen.
  • MAXIMAGO, Daniel Greitens
    Wir leben eine menschorientierte Firmenkultur, Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit sind selbstverständlich. Erst die Zusammenarbeit mit Competentia hat uns bewusst gemacht, dass unsere Bemühungen außergewöhnlich sind. Competentia motivierte uns auch, uns um das Prädikat zu bewerben, das wir nun mit der dreifachen Anzahl der benötigten Punkte erhalten - wir sind also auf einem guten Weg.
  • Stadt Dortmund, Maresa Feldmann
    Wir sind Prädikatsträger, weil wir uns sehr engagiert für die Chancengleichheit von Frauen und Männern einsetzen. Das Prädikat ist für uns eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit. Mit dem Prädikat wird die Attraktivität der Stadtverwaltung als moderner und familienbewusster Arbeitgeber sichtbar. Sich regelmäßig neu bewerben zu müssen ist ein wichtiger Motivator: Die Verstetigung bestehender Maßnahmen, die Weiterentwicklung bereits realisierter Projekte sowie die Entwicklung neuer Betätigungsfelder sind Aufgaben, an denen wir uns auch in Zukunft messen wollen.
  • Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V., Monika Goldmann
    Die Kampagne Total EQUALITY in der Metropole Ruhr hat viele Unternehmen angeregt, sich mit der Umsetzung von Gleichstellungszielen in ihrer Personalpolitik auseinanderzusetzen. Durch den Bewerbungsprozess stellen sie Ihre Gleichstellungsaktivitäten auf den Prüfstand und konkretisieren oft auch Ziele und deren Umsetzung. Mit vielen innovativen Maßnahmen werden sie zu wichtigen Vorbildern in der Region.

Ihre Ansprechpartner:

Litschke
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